Seltene Erkrankungen: Proteomanalyse kann Genomsequenzierung unterstützen

Berlin – Ein Bluttest auf knapp 1.500 verschiedene Proteine kann in bestimmten Fällen klären, ob eine bei einer Genomsequenzierung entdeckte Mutation für die Krankheit des betroffenen Patienten verantwortlich ist. Britische und deutsche Forscher zeigen dies in Science Translational Medicine (2026; DOI: 10.1126/scitranslmed.aeb1331) an mehreren Beispielen.
Da die meisten der 6.000–8.000 bekannten Seltenen Erkrankungen genetische Ursachen haben, wird bei vielen Patientinnen und Patienten eine Genomsequenzierung durchgeführt. Doch nur in etwa 25–50 % der Fälle wird eine Ursache gefunden. In vielen Fällen sind sich die Genetiker nicht sicher, ob die entdeckten Mutationen einen Krankheitswert haben.
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