Studierende der Universitäten Dresden und Leipzig kritisieren geplante Landarztquote

Dresden/Leipzig – Studierende der Universitäten Dresden und Leipzig haben die geplante Landarztquote in Sachsen kritisiert. Es sei zu befürchten, dass durch die Einführung einer solchen Quote Landärzten das Stigma von Ärzten zweiter Klasse auferlegt werde, teilten der Fachschaftsrat Medizin und Zahnmedizin Dresden und der Fachschaftsrat Humanmedizin Leipzig heute mit.
Es sei zu bezweifeln, dass 100 zusätzliche Studienplätze mit 30 Millionen Euro finanzierbar seien, hieß es. Bei einer solchen Erhöhung fielen nicht nur laufende Kosten an, sondern auch Geld für zusätzliche Räumlichkeiten und weitere Lehrmaterialien.
Sachsens Regierung hatte im Juni ein 20-Punkte-Programm zur medizinischen Versorgung beschlossen. Es sieht unter anderem die Einführung der Landarztquote und 100 zusätzliche Medizinstudienplätze vor.
Für die Umsetzung bis 2035 sind im Doppelhaushalt 2019/2020 bereits rund 30 Millionen Euro eingeplant. Die Mittel zur Aufstockung der Studienplätze und weitere Maßnahmen im Hochschulbereich sollen im nächsten Etat folgen.
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