Stuttgarter Klinikskandal soll im Landtag thematisiert werden
Stuttgart – Die SPD will den Stuttgarter Klinikskandal im Landtag von Baden-Württemberg behandeln und dabei einen Vertrauten von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) ins Visier nehmen.
„Wir wollen die Rolle des heutigen Staatsministers und früheren Stuttgarter Krankenhausbürgermeisters Klaus-Peter Murawski beim Klinikskandal im Ständigen Ausschuss des Landtags thematisieren und Herrn Murawski dort auch direkt befragen“, sagte SPD-Fraktionsvize Sascha Binder der Südwest Presse. Murawski leitet die baden-württembergische Regierungszentrale und ist einer der wichtigsten Mitarbeiter von Kretschmann.
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt wegen Untreue, Betrug und Bestechlichkeit gegen 21 frühere Mitarbeiter des Klinikums und Vermittler von Gesundheitsdienstleistungen. Unter anderem geht es um überhöhte Provisionen an Gesundheitsdienstleister, die das Geschäft mit den ausländischen Patienten vermittelten.
Murawski war bis 2011 Krankenhausbürgermeister in Stuttgart. Die Frage ist, ob er von den unsauberen Geschäften der früheren Auslandsabteilung (International Unit) des Klinikums gewusst hat. Murawski hatte zuletzt erklärt, er habe nichts von Provisionen, die die International Unit an irgendwelche Vermittler bezahlt haben soll, gewusst.
Diskutieren Sie mit
Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.
Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.
Diskutieren Sie mit: