TK: Fehlzeiten durch Krankheit erstmals seit zehn Jahren gesunken
Hamburg – Die krankheitsbedingten Fehltage in Deutschland sind nach Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) im vergangenen Jahr erstmals seit zehn Jahren gesunken. 2016 registrierte die Kasse je Mitglied 15,2 Fehltage und damit knapp 0,2 Tage weniger als im Jahr davor, wie die TK aus ihrem aktuellen Gesundheitsreport berichtete.
Seit einem historischen Tiefstand im Jahr 2006 sei es damit erstmals wieder zu einem Rückgang bei der Arbeitsunfähigkeit gekommen, hieß es von der TK. Der größte Anteil der Fehlzeiten entfällt mit rund 2,9 Tagen pro Versichertem auf Muskel-Skelett-Erkrankungen. Rückenschmerz ist die wichtigste Einzeldiagnose.
Grund für die geringeren Fehlzeiten war im vergangenen Jahr vor allem der Rückgang bei der Dauer der Arbeitsunfähigkeit um 1,4 Prozent. Die Gesamtzahl der Fälle stieg hingegen leicht um 0,2 Prozent. Erwerbspersonen waren also ähnlich häufig wie 2015, jedoch etwas kürzer als im Vorjahr krankgeschrieben.
Von den 15,2 Fehltagen im vergangenen Jahr entfielen 2,7 Tage auf psychische Erkrankungen. Sie machen die Hälfte der zwölf Top-Diagnosen aus. Dazu zählen Depressionen, Anpassungs- und Belastungsstörungen oder auch Angststörungen.
Die mit Abstand häufigste Ursache von Krankschreibungen sind nach wie vor Erkrankungen des Atmungssystems, Krebserkrankungen und Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes. Für den TK-Gesundheitsreport wurden die Krankschreibungen der 4,8 Millionen bei der Krankenkasse versicherten Erwerbspersonen ausgewertet.
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