Verhandlung aufgehoben: Streit um Brustimplantate beendet
Karlsruhe – Ein Rechtsstreit zwischen dem Land Baden-Württemberg und einer angehenden Polizistin, der wegen ihrer Brustimplantate der Zugang zum Polizeidienst verweigert worden war, ist nun auch offiziell beendet. Der Termin für das am 9. November anberaumte Hauptsacheverfahren wurde aufgehoben, wie ein Sprecher des zuständigen Verwaltungsgerichtes Karlsruhe heute sagte. Vorangegangen war ein Vergleich zwischen den beiden Parteien.
Diese hatten sich unter anderem darauf geeinigt, dass die Implantate für die Laufbahn der aus Baden stammenden Frau bei der Polizei nicht mehr als Hindernis thematisiert würden. Sie hatte sich die Zulassung zur Ausbildung, die sie am 1. März angetreten hatte, im Februar über eine einstweilige Anordnung des Gerichtes vorläufig erstritten.
Das Land war der Meinung gewesen, Brustimplantate seien aus gesundheitlichen Gründen generell mit einer Laufbahn bei der Polizei nicht zu vereinbaren und die Verletzungsgefahr zu groß. Davon rückte es angesichts neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse zu modernen Silikonkissen ab. Bundesweit hatten Gerichte in ähnlichen Fällen bereits zugunsten der Bewerberinnen geurteilt.
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