Vermischtes

Vertrauen in das Gesundheitssystem sinkt

  • Dienstag, 12. Mai 2026
/Andrii Yalanskyi, stock.adobe.com
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Berlin – Die Zufriedenheit mit dem deutschen Gesundheitssystem bröckelt. Sehr gut oder gut finden die Gesundheitsversorgung 62 Prozent, wie eine Allensbach-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab.

Über rund zehn Jahre waren Zufriedenheitswerte über 80 Prozent gemessen worden, bevor die Kurve nach 2022 abfiel. Rund 35 Prozent finden die Gesundheitsversorgung nicht so gut oder gar nicht gut, wie die Kasse weiter mitteilte.

Rund 35 Prozent haben nach eigenen Angaben in den vergangenen zwei bis drei Jahren eher schlechtere persönliche Erfahrungen mit der ärztlichen Versorgung gemacht, fünf Prozent eher bessere. Für 54 Prozent hat sich demnach nicht viel geändert.

Von den Krankenhäusern haben 33 Prozent alles in allem einen guten Eindruck, elf Prozent haben keinen guten Eindruck. Rund die Hälfte teils, teils, wie die Umfrage weiter ergab. 59 Prozent erwarten, dass sich in den kommenden zehn Jahren die Gesundheitsversorgung weiter verschlechtert. Die große Mehrheit rechnet mit steigenden Kosten und einer verstärkten Zwei-Klassen-Medizin.

Zwei Drittel der Bürger sind der Umfrage zufolge der Überzeugung, dass das deutsche Gesundheitssystem umfassend reformiert werden muss, allerdings glaubt die Mehrheit nicht, dass es zu umfassenden Gesundheitsreformen kommt. 61 Prozent der Bevölkerung haben keinen guten Eindruck von der Gesundheitspolitik. Das ist der schlechteste Wert seit 2009.

„Das deutsche Gesundheitssystem ist krank: Wenn die Zufriedenheit der Menschen den tiefsten Stand seit 15 Jahren erreicht, dann müssen umgehend wirkungsvolle Therapien zur Hilfe eingeleitet werden“, sagte DAK-Vorstandschef Andreas Storm.

Für den „DAK-Gesundheitsmonitor“ hat das Institut für Demoskopie Allensbach vom 18. bis 30. April 1.015 Menschen ab 16 Jahren durch mündlich-persönliche Interviews befragt.

dpa

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