Ausland

Antibiotika­resistenzen: G7-Gesundheits­minister sprechen erneut über Probleme

  • Dienstag, 13. September 2016
Uploaded: 13.09.2016 15:47:53 by maybaum
/dpa

Kobe – Das Thema Antibiotikaresistenzen darf im Augenblick auf keiner internationalen Tagung fehlen. Auch die Gesundheitsminister der sieben führenden Industriestaaten – USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada und Deutschland – hatten es am 11. und 12. September bei ihrem Treffen in Kobe/Japan auf der Agenda. „Ich freue mich, dass mein japanischer Amtskollege mit dem Kampf gegen Antibiotikaresistenzen und der Stärkung der Gesundheitswesen weltweit die Schwerpunkte unserer deutschen Präsidentschaft fortsetzt“, sagte Bundesgesundheitsminister Herrmann Gröhe (CDU) nach dem Treffen.

Bereits auf dem G7-Gipfel der Staats- und Regierungschefs vom 26. bis 27. Mai 2016 in Ise-Shima/Japan haben die führenden Industriestaaten hervorgehoben, wie wichtig Ge­sundheit für die internationale Sicherheit ist und die Bedeutung der internationalen Zu­sammenarbeit in Gesundheitsfragen betont.

Auch der G20-Gipfel der Staats- und Regierungschefs der 19 führenden Industrie- und Schwellenländer sowie der Europäischen Union in Hangzhou, China warnte Anfang Sep­tember in seinem Abschlussbericht vor den Resistenzen.

„Krankheiten machen nicht an Grenzen halt und auch die Wirkung von Maßnahmen hängt vom internationalen Handeln ab“, hatte Gröhe bereits im Oktober 2015 bei einem Treffen seiner G7-Amtskollegen betont.

Das Thema stand auch auf der Tagesordnung des Treffens der EU-Gesundheitsminister in Luxemburg am 17. Juni. Die Minister forderten die Mitgliedsstaaten auf, bis Mitte 2017 einen nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung der Antibiotikaresistenz einzuführen. Die­ser sollte unter anderem messbare Ziele zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika im human- und veterinärmedizinischen Bereich und der Antibiotikaresistenz in allen Be­rei­chen beinhalten.

Darüber hinaus soll der Aktionsplan die umsichtige Verwendung antimikrobieller Mittel in der Humanmedizin fördern. Außerdem gelte es, Forschung und Entwicklung zu stimulie­ren und die Marktzulassungsverfahren für neue Antibiotika zu erleichtern. Die Mitglied­staaten und die Europäische Kommission sollen zudem Impulse für den Einsatz alterna­ti­ver Behandlungsmethoden und Möglichkeiten der Prävention geben – zum Bei­spiel mittels Impfstoffen.

hil

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