Bayerische Krankenhäuser fordern deutlich höhere Mittel für Investitionen
München – Die Krankenhäuser in Bayern benötigen deutlich mehr Geld als bislang zur Verfügung steht, um ihre Gebäude zu sanieren und die medizinische Ausstattung zu modernisieren. Das betonte der Geschäftsführer der Bayerischen Krankenhausgesellschaft (BKG), Siegfried Hasenbein. Er reagierte damit auf die Ankündigung der Gesundheitsministerin des Landes, Melanie Huml (CSU), die Kliniken in Bayern „fit für die Zukunft zu machen“ und auf eine weitere Modernisierung der Krankenhäuser im ländlichen Raum zu setzen.
Derzeit stehen in Bayern laut der BKG rund 500 Millionen Euro im Jahr für Investitionen und Baumaßnahmen in den Kliniken zur Verfügung. Hasenbein wies darauf hin, dass im vergangenen Jahr Anträge von Kliniken auf Baumaßnahmen in einer Größenordnung von 130 Millionen Euro nicht in die staatliche Förderung aufgenommen werden konnten und verschoben werden mussten. 2017 werde dieses Problem eher noch größer sein, warnte er. Die Anträge stammten von Krankenhäusern im ländlichen Raum und in den Ballungsgebieten und beträfen „punktuelle Verbesserungen in der Versorgung als auch große Sanierungsmaßnahmen.“
Der BKG-Geschäftsführer betonte, dass für eine Modernisierung neben Baumaßnahmen auch Investitionen in die Ausstattung unerlässlich seien. „Meint man Modernisierung und Zukunftsfähigkeit ernst, dann stehen in den Kliniken die Themen Digitalisierung und Cybersicherheit im Mittelpunkt. Hierfür sind Investitionen in gewaltigem Ausmaß erforderlich, die man vor wenigen Jahren noch überhaupt nicht im Blick hatte“, sagte er.
Die Krankenhäuser in Bayern stünden unter einem enormen Druck und hätten eine große Erwartungshaltung. „Wir stehen derzeit bei gut 500 Millionen Euro im Jahr und waren bis 2002 – bei deutlich niedrigerem Bedarf – schon einmal bei 613 Millionen Euro. Zumindest auf dieses Niveau muss man in einem ersten Schritt wieder kommen“ fasste er diese Erwartung zusammen.
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