Vermischtes

Datenlage zur weiblichen Genitalverstümmlungen in Deutschland ist dünn

  • Mittwoch, 16. September 2026
/picture alliance, dpa, Unicef, Holt
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Berlin – Es ist unklar, wie viele Mädchen und jungen Frauen in Deutschland von Genitalverstümmlung betroffen sind. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke hervor.

„Neben der Einschränkung der Datenlage der Ausländerstatistik, womit eingebürgerte oder ohne registrierten Aufenthaltsstatus in Deutschland lebende Frauen und Mädchen nur unzureichend erfasst werden, differenziert das Ausländerzentralregister auch nicht zwischen den verschiedenen Bevölkerungsgruppen der Herkunftsländer. Bei diesen kann die Prävalenz sehr unterschiedlich sein“, heißt es in der Antwort. 

Relevant für die Berechnungen seien das Alter und die Migrationsgeneration. Für die Teilgruppe der Mädchen der ersten Generation, die jünger sind als das im jeweiligen Land übliche Alter für eine Genitalverstümmlung und die bis zu 18-jährigen Mädchen der zweiten Generation werde angenommen, dass sie aufgrund ihres Alters noch nicht betroffen, jedoch gefährdet seien, heißt es in der Antwort.

Da es sich bei Genitalverstümmelungen „um ein Dunkelfeld handele, das nicht umfassend erhellt werden könne“, stehe die Regierung im Austausch mit Nichtregierungsorganisationen und vergleiche deren Berechnungen beziehungsweise diskutiere methodische Unterschiede.

Aktuell laufe zum Beispiel ein Konsultationsprozess des European Institute for Gender Equality zur Weiterentwicklung der Risikoermittlung für von Genitalverstümmlung gefährdete Mädchen und junge Frauen, an der sich das Bundesfamilienministerium beteilige.   

hil

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