Ärzteschaft

Frauenärzte für Impfung gegen Corona und Influenza bei Schwangeren

  • Donnerstag, 30. September 2021
/Pixel-Shot, stock.adobe.com
/Pixel-Shot, stock.adobe.com

Berlin – Sowohl COVID-19 als auch Influenzainfektionen während der Schwangerschaft können erheb­liche Risiken für Mutter und Kind bergen. Der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) begrüßt deshalb die Möglichkeit, Schwangeren Impfungen gegen beide Krankheiten anbieten zu können.

„Eine optimale Immunabwehr gegen Influenza und Corona Infekte sind in der Schwangerschaft beson­ders wichtig“, so Christian Albring, Präsident des BVF. Schwangere, die sich bei ihrer Frauenärztin gegen Grippe impfen lassen wollten, könnten am gleichen Tag auch eine Coronaimpfung bekommen.

Wie auch bei COVID-19 kann es bei Grippeinfektionen in der Schwangerschaft zu schwereren Verläufen kommen als bei gleichaltrigen, nicht-schwangeren Frauen. Das Risiko für stärkere Fieberattacken und Lungenentzünden steigt – außerdem entsteht, wie bei allen schweren fieberhaften Infektionen, die Gefahr, dass vorzeitige Wehen einsetzen und eine Frühgeburt einleiten.

„Frauen, die schwanger sind, sollten sich unbedingt ab der 14. Schwangerschaftswoche gegen Influenza impfen lassen“, betonte Albring. Die Impfung müsse in jeder Schwangerschaft wiederholt werden: „Die Immunität aus früheren Grippeerkrankungen bzw. –impfungen reicht nicht aus, um die Schwangere und ihr Baby sicher vor dieser Infektion zu schützen“.

Gleichzeitig kündigte der Berufsverband der Frauenärzte die Verabreichung des Influenzaimpfstoffs in Kombination mit dem COVID-19-Impfstoff an. Nachdem sich die STIKO sowohl für die Verwendung eines mRNA-Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 bei Schwangeren, als auch für die gleichzeitige Verabreichung beider Impfstoffe ausgesprochen habe, stünde dem nichts mehr im Wege.

Besonders, da eine COVID-Erkrankung in der Schwangerschaft laut der STIKO doch ein erhebliches Risiko darstelle, seien die Frauenärztinnen und –ärzte sehr erleichtert, dass sie den Schwangeren, die sie betreuen, jetzt beide Impfungen anbieten können, betonte Albrich.

EB/as

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung