Ärzteschaft

Genitalverstümmlung: Neues Informationsmaterial und Fortbildungsangebote für Fachkräfte

  • Mittwoch, 23. September 2026
Genitalverstümmelung
/Art of Success, stock.adobe.com
Dieses Dialog-Fenster öffnen

Hannover – Eine neue Handlungshilfe zu weiblicher Genitalverstümmelung/-beschneidung (Female Genital Mutilation/Cutting, FGM/C) hat das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gemeinsam mit der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen vorgestellt. 

Die Broschüre richtet sich insbesondere an Fachkräfte aus den Bereichen Bildung, Gesundheit, Beratung, Jugendhilfe und Verwaltung. Sie vermittelt Grundlagenwissen zu Formen und Folgen von FGM/C, informiert über rechtliche Rahmenbedingungen und gibt praxisnahe Hinweise zum Erkennen von Gefährdungslagen, zur sensiblen Ansprache Betroffener sowie zu Schutz- und Unterstützungsmaßnahmen. Außerdem enthält sie Hinweise auf Beratungs- und Unterstützungsangebote in Niedersachsen.

„Mädchen wirksam vor weiblicher Genitalverstümmelung zu schützen und betroffenen Frauen Zugang zu Unterstützung und Versorgung zu ermöglichen, ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Fachkräfte nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein“, sagte Niedersachsens Sozialminister Andreas Philippi (SPD).

Gemeinsam mit der Ärztekammer Niedersachsen hat das Sozialministerium zudem die Fortbildung „Ganzheitliche Versorgung von Betroffenen von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM/C)“ entwickelt. Die Kooperationsveranstaltung vermittelt gesellschaftliche, psychosoziale und medizinische Perspektiven für die Praxis und soll dazu beitragen, die Versorgungskompetenz von Fachkräften weiter zu stärken.

Sie richtet sich in erster Linie an Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachrichtungen, steht aber ausdrücklich auch weiteren Fachkräften offen, die in Beratung, Begleitung und Versorgung von Betroffenen tätig sind.

hil

Diskutieren Sie mit:

Deutsches Ärzteblatt bei Google bevorzugen

Wenn Sie Deutsches Ärzteblatt als bevorzugte Quelle festlegen, können Inhalte von uns in Ihren Google-Ergebnissen sichtbarer erscheinen.

Jetzt bei Google bevorzugen

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung