Gute Planung reduziert Lieferengpässe bei Grippeimpfstoffen

Frankfurt am Main – Vorausschauende Planung ist ein wichtiger Faktor, um bei der Bestellung von Grippeimpfstoffen Lieferengpässe zu vermeiden. Darauf hat das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) beim Austausch mit unterschiedlichen Akteuren zum Thema Grippeimpfung hingewiesen.
Dem PEI zufolge ist womöglich nicht ausreichend bekannt, dass der Großhandel selbst keine eigenen Vorräte an Grippeimpfstoffen vorhalte, sondern lediglich als Lieferant agiere. „Das bedeutet, dass genaue Vorbestellungen ein wesentlicher Faktor für die ausreichende und gleichmäßige Versorgung mit Grippeimpfstoffen sind“, so das PEI. Denn auch Hersteller könnten Influenzaimpfstoffe nur dann bedarfsgerecht bereitstellen, wenn sie die benötigten Mengen frühzeitig wüssten.
Insgesamt war die Zahl der Lieferengpässe im vergangenen Jahr laut PEI allerdings rückläufig. „Unser System zum Umgang mit Lieferengpässen bei Impfstoffen hat ein hohes Niveau erreicht", erklärte PEI-Abteilungsleiterin Isabelle Bekeredjian-Ding.
Zugleich sei es in der aktuellen Grippesaison jedoch verstärkt zu einer regionalen und lokalen Ungleichverteilung der Impfstoffe gekommen. Dank des erweiterten Meldesystems für vermutete Engpässe sowie einer Ausnahmegenehmigung zum Impfstoffimport hätten die regionalen Verteilungsengpässe aber letztlich behoben werden können.
Um derartige Situationen künftig zu verhindern, hatten PEI, Robert-Koch-Institut, Impfstoffhersteller, Vertreter der pharmazeutischen Industrie, des pharmazeutischen Großhandels, der Bundesvereinigung Deutscher Apotheker (ABDA) sowie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) in Frankfurt mögliche Ursachen und Lösungsansätze diskutiert.
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