Politik

Krankenhäuser wollen Bürokratieabbau bei der Qualitätssicherung

  • Donnerstag, 26. September 2019
/shefkate, stockadobecom
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Berlin – Der Vorstand der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) hat ein Grundsatz­papier zum Stand und zur Weiterentwicklung der Instrumente der Qualitätssicherung vor­gelegt. Darin bekennen sich die Kliniken zwar zur Qualitätssiche­rung. Zugleich fordern sie aber, Qualitätssicherung nicht als Grundlage für Vergü­tungs­kürzungs- und Vorfüh­rungs­­zwecke zu missbrauchen und die bürokratischen Lasten auf das Unvermeidbare und Notwendige zu begrenzen.

„Die durch Qualitätssicherungsmaßnahmen alleine in den letzten Jahren ausgelösten Da­tenerfassungen und deren Kontrolle haben nicht mehr akzeptable Ausmaße ange­nomm­en“, erklärte der DKG-Hauptgeschäftsführer Georg Baum. Die Installierung eines komplett neuen Kontrollbereichs für den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (GKV) ver­deutliche erneut, dass etwas längst aus dem Ruder gelaufen sei. Der hohe Bürokratie­auf­wand koste nicht nur Geld, sondern belaste und demotiviere auch die Mitarbeiter.

„Verkannt wird, dass die herausragendsten Qualitätsmerkmale der Krankenhäuser zum einen das gut ausgebildete, hoch motivierte und verantwortungsbewusst arbeitende Per­sonal in den Krankenhäusern und zum anderen der flächendeckende Zugang zu stationä­rer und ambulanter Qualitätsversorgung für die Patienten sind“, so Baum.

Dementsprechend fordert die DKG in ihrem Positionspapier, die ausufernde Bürokratie einzugrenzen, um „Demotivation und Entfremdung vom ureigenen ärztlichen und pflege­rischen Anspruch an hervorragende Qualität der eigenen Arbeit zu verhindern und zu beenden“.

hil/sb

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