Krankenhausgesellschaft: Milliarden-Investitionsbedarf in Kliniken

Berlin – Die Berliner Krankenhausgesellschaft (BKG) hat das Land Berlin dazu aufgerufen, eine Milliardensumme in die Krankenhäuser der Stadt zu investieren. Eine Bedarfsanalyse mit Blick auf die kommenden zehn Jahre habe notwendige Investitionen in Höhe von 3,5 Milliarden ergeben, teilte die Organisation heute mit.
Den größten Anteil daran haben demnach Baumaßnahmen mit 2,1 Milliarden Euro. In die IT/Digitalisierung müssten demnach 640 Millionen Euro und in OP-Geräte/Mobiliar 790 Millionen Euro fließen.
Dem „nachgewiesenen dringenden Investitionsbedarf“ könne sich das Land Berlin nicht länger entziehen, hieß es von der BKG. Die Kliniken argumentieren mit der wachsenden Stadt, die Werterhalt, Ausbau und Modernisierung der Kliniken erforderlich mache.
„Immer mehr Menschen, immer mehr altersbedingte und chronische Krankheiten: der
Berliner Haushalt muss angepasst werden und zwar mit Blick auf die kommenden zehn Jahre“, sagte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner. Ansonsten sei eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung der Krankenhäuser nicht umsetzbar.
„Wenn Berlin als Gesundheitsund Wirtschaftsstandort moderne Strukturen, gute Arbeitsbedingungen und erstklassige Medizintechnik bieten will, müssen wir endlich planen und umsetzen“, erklärte er.
Die BKG vertritt die Interessen von Kliniken und Pflegeeinrichtungen. In Berlin läuft derzeit die Aufstellung des Landeshaushalts 2020/21.
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