Öffentlicher Gesundheitsdienst drängt auf Reform der Approbationsordnung

Berlin – Auf eine zeitnahe Umsetzung der Reform der Approbationsordnung drängt der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD).
„Es wäre extrem kurzsichtig, die Reform wegen der höheren Ausbildungskosten weiter zu verzögern“, warnte Emanuel Wiggerich, erster stellvertretender Vorsitzende des BVÖGD. Eine veraltete Ausbildung führe zur Unter- und Fehlversorgung und koste die Gesellschaft später in der Versorgung ein Vielfaches.
Die neue Approbationsordnung soll unter anderem klinische und theoretische Inhalte enger verknüpfen und so mehr Praxisbezug im Studium schaffen. Der Allgemeinmedizin soll eine größere Rolle zukommen und die Studierenden sollen stärker an die Themenfelder der öffentlichen Gesundheit herangeführt werden.
„Studierende müssen mehr Lehre zur Bevölkerungsmedizin erhalten und die wichtige Arbeit des Öffentlichen Gesundheitsdienstes kennenlernen. Nur dann können sie sich für diese wichtige und erfüllende ärztliche Arbeit entscheiden“, betonte die Vorsitzende des BVÖGD, Kristina Böhm.
Die Novellierung der Ärztlichen Approbationsordnung und damit die Reform des Studiums ist schon seit Jahren in Arbeit.
Bund und Länder hatten sich inhaltlich bereits 2017 mit dem „Masterplan Medizinstudium 2020“ auf die Grundzüge einer Reform geeinigt. Die Umsetzung scheiterte aber bislang an der Diskussion um die Folgekosten.
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