Telematik: Laborärzte begrüßen Finanzierungsvereinbarung
Berlin – Die Einigung von GKV-Spitzenverband und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) über die Finanzierung der Telematikinfrastruktur in den Arztpraxen ist beim Berufsverband Deutscher Laborärzte (BDL) auf Zustimmung gestoßen. Damit komme man dem Ziel näher, die Beauftragung von Laborleistungen komplett elektronisch abzuwickeln. Die Ärzte hätten nun Klarheit, welche Erstattung sie von den Krankenkassen für Konnektoren und Kartenterminals erhielten. Die Einigung sieht vor, dass den Ärzten umso mehr erstattet wird, je früher sie sich für die Anschaffung der notwendigen Geräte entscheiden.
Der BDL wies darauf hin, dass ab dem 1. Juli 2017 – und damit exakt ab dem Tag, an dem die Finanzierungvereinbarungen gelten – die Ärzte elektronische Vordrucke für Laborbeauftragungen nutzen können. Hierfür sei „leider keine Finanzierungsvereinbarung zwischen KBV und GKV-Spitzenverband geschlossen worden“, so der BDL. Die Umstellung auf die „Digitalen Muster 10/10a“ müsse durch die Ärzte erfolgen.
Für die zuweisenden Ärzte liege der Vorteil des neuen Verfahrens darin, dass sie Laboranforderungen komplett digital erfassen, mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen und sofort über ihre Praxisverwaltungssoftware an ein medizinisches Laboratorium übermitteln können. Damit vereinfache und beschleunige der elektronische Vordruck die Abwicklung von Laboraufträgen. Dies steigere erheblich die Therapie- und Patientensicherheit, hieß es.
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