Politik

SPD und CDU planen mehr Studienplätze für Humanmedizin in Niedersachsen

  • Montag, 13. November 2017
/dpa
/dpa

Hannover – 100 bis 200 zusätzliche Medizinstudienplätze sollen in der kommenden Legislaturperiode in Niedersachsen geschaffen werden. Darauf haben sich SPD und CDU in den laufenden Koalitionsverhandlungen verständigt, wie eine Sprecherin der SPD auf Nachfrage des Deutschen Ärzteblattes bestätigte. Noch stehe alles unter Haushaltsvorbehalt, sagte sie. Zuerst hatte die Nordwestzeitung berichtet.

Ob sich die Koalitionäre auf weitere Aspekte der Gesundheits- und Pflegepolitik verständigt haben, dazu wollte sich die SPD-Sprecherin nicht äußern. Sie bestätigte hingegen, dass der bisherige Zeitplan für die Gespräche vorerst bestehen bleibt. Demnach soll der Koalitionsvertrag am kommenden Freitag fertig sein. Am Samstag (18. November) ist vorgesehen, dass die Delegierten der SPD in Niedersachsen darüber abstimmen. Wenige Tage später will sich die CDU den Plan absegnen lassen. Konkrete Details sollen erst dann bekannt gegeben werden.

Der Hartmannbund in Niedersachsen begrüßte die Pläne für mehr Studienplätze in der Humanmedizin. „Wir benötigen in Niedersachsen wieder eine ausreichende Zahl an Studienplätzen“, erklärte die niedersächsische Landesvorsitzende des Hartmannbundes, Anke Lesinski-Schiedat. Außerdem sei ein sinnvolleres Auswahlsystem zur Zulassung zum Medizinstudium dringend geboten.

Eine Absage erteilte Lesinski-Schiedat Forderungen der Kassenärztlichen Vereinigung und des Städtebundes nach Quoten bei der Zulassung zum Medizinstudium für Bewer­ber, die sich verpflichten, nach ihrer mindestens elfjährigen Aus- und Weiter­bildung in ländlichen Regionen ärztlich tätig werden zu müssen. Die Landarztquote sicherte nicht die qualitativ notwendige ärztliche Versorgung in Niedersachsen, sagte sie.

Vom Marburger Bund Niedersachsen hieß es, es bestehe dringender Handlungsbedarf. „Wir haben einen gravierenden Ärztemangel und fordern deshalb schon lange mehr Studienplätze“, erklärte der Erste Vorsitzende des Marburger Bundes Niedersachsen, Hans Martin Wollenberg.

may

Diskutieren Sie mit:

Diskutieren Sie mit

Werden Sie Teil der Community des Deutschen Ärzteblattes und tauschen Sie sich mit unseren Autoren und anderen Lesern aus. Unser Kommentarbereich ist ausschließlich Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Anmelden und Kommentar schreiben
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien. Der Kommentarbereich wird von uns moderiert.

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Artikel.

Newsletter-Anmeldung

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes.

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterherzurennen: Newsletter Tagesaktuelle Nachrichten

Zur Anmeldung