Ausgaben für Berufskrankheiten deutlich gestiegen
Passau – Die Ausgaben der gesetzlichen Unfallversicherung für Berufskrankheiten sind in den vergangenen 15 Jahren um rund ein Viertel gestiegen. 2016 gewährten die Unfallversicherungsträger Arbeitnehmern in solchen Fällen Sach- und Geld-Leistungen in Höhe von 1,57 Milliarden Euro, berichtete die Passauer Neuen Presse unter Berufung auf eine Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag. 2002 waren noch 1,25 Milliarden gezahlt worden.
Die Zahl der Anträge auf Anerkennung von Berufskrankheiten stieg der Bundesregierung zufolge von knapp 68.200 im Jahr 2002 auf fast 75.500 im vergangenen Jahr. 2016 wurden in 20.539 Fällen Berufskrankheiten anerkannt, 2002 waren es 17.722.
Bei 12,6 Prozent der Klagen vor Sozialgerichten in Zusammenhang mit der Anerkennung von Berufskrankheiten bekamen die Betroffenen im vergangenen Jahr Recht. Die Bundesregierung nennt demnach als Grund für den Anstieg unter anderem Erweiterungen der Liste der Berufskrankheiten.
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