Schuss- und Explosionswunden: Neue Herausforderungen für Retter
Fulda – Terroranschläge und Amokläufe stellen Rettungskräfte in Deutschland vor neue Aufgaben. „Die letzten Jahre haben gezeigt, dass neue Herausforderungen auf den Rettungsdienst zukommen“, sagte der Notfallmediziner Peter Sefrin heute zur Eröffnung der europäischen Leitmesse für Rettung und Mobilität (Rettmobil 2017) in Fulda. „Wir werden mit völlig neuen Verletzungsmustern konfrontiert, wie zum Beispiel Schuss- und Explosionswunden, die wir in diesem Ausmaß in Deutschland bisher nicht erlebt haben. Derartige Einsätze erfordern spezielles Know-how bei der medizinischen Versorgung.“
Um diese Verletzungsmuster zu behandeln, gebe es zum Beispiel neue Möglichkeiten zur Blutstillung und neue Verbandsmittel, fügte Sefrin, der selbst nach dem Terroranschlag in einem Zug bei Würzburg im Juli 2016 im Einsatz war, hinzu. Sefrin ist zugleich Bundesarzt des Deutschen Roten Kreuzes und wissenschaftlicher Leiter der Messe. „Die Anforderungen an die Koordination der Einsatzkräfte und die Kommunikation zwischen Rettungs- und Polizeikräften sind besonders hoch, da es immer auch um den Schutz der Helfer geht.“
Vertreten sind auf der Rettmobil 2017 unter anderem Hersteller von Rettungswagen, Fahrzeugausrüster, Anbieter für Notfallmedizin, Bekleidung, Funktechnik sowie Verlage und Verbände.
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