Personalvorschläge für Unparteiische im G-BA erreichen Bundesgesundheitsministerium

Berlin – Die vier Trägerorganisationen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) haben ihre neuen Personalvorschläge nun schriftlich an das Bundesgesundheitsministerium (BMG) übermittelt. In einem Schreiben der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) mit Datum 7. August, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt, werden Monika Lelgemann für die Krankenkassen und Elisabeth Pott für die Ärzte und Krankenhäuser nun auch offiziell als Kandidaten für das Amt der Unparteiischen im G-BA benannt. Für Lelgemann, die bereits in dem vorherigen Personaltableau als eine ehrenamtliche Stellvertreterin benannt worden war, wurde von den Kassen Rolf-Ulrich Schlenker benannt.
Dem Schreiben an das BMG gehen auch die Lebensläufe der zwei Kandidatinnen sowie des Kandidaten hervor. So gibt Schlenker an, seine ehrenamtlichen Tätigkeiten, die er seit 2015 ausübt, zur Not niederzulegen, falls die Neutralität und Unabhängigkeit beeinträchtigt werden könnten. Zu den ehrenamtlichen Tätigkeiten gehören neben dem Engagement in der Deutschen Rheuma-Liga, einem Vorstandsamt im Bundesverband Managed Care, dem Stiftungsvorstand im Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke auch sein Amt als Unparteiisches Mitglied im Ergänzten und Erweiterten Bewertungsausschuss.
Bei den Kandidatinnen für das Amt der Unparteiischen werden die Ehrenämter und heutigen Tätigkeiten ebenfalls benannt: So sitzt Elisabeth Pott seit 2001 dem Bundesfachausschuss Gesundheit der FDP vor, ist Lehrbeauftragte der Medizinischen Hochschule Hannover, Mitglied im Hochschulrat der Deutschen Sporthochschule Köln sowie ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende der Deutschen Aids-Stiftung. Bei Monika Lelgemann werden keine ehrenamtlichen Tätigkeiten angegeben – sie ist noch stellvertretende Amtsleiterin beim Gesundheitsamt Bremen und dort die Leiterin der Abteilung Sozialmedizin für Erwachsene.
Nach Eintreffen dieses offiziellen Schreibens im Ministerium werden die neuen Personalvorschläge nun den Mitgliedern des Gesundheitsausschusses im Bundestag übermittelt. Diese haben sechs Wochen Zeit, über die neuen Vorschläge zu entscheiden. Sollten die Abgeordneten noch einmal eine Anhörung ansetzen, könnte diese Anfang September stattfinden. Die vorherigen Vorschläge der vier G-BA-Trägerorganisationen waren von den Mitgliedern des Ausschusses abgelehnt worden. Die Amtszeit der neuen Unparteiischen startet am 1. Juli 2018.
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